Die dritte Säule des Islam — das göttliche System sozialer Gerechtigkeit
Die Armen (Fuqara)
Diejenigen, die ihre Grundbedürfnisse nicht decken können.
Die Bedürftigen (Masakin)
Diejenigen, die etwas haben, aber nicht genug zum Überleben.
Zakat-Beauftragter (Amilin)
Diejenigen, die Zakat einsammeln und verteilen.
Neubekehrte (Muallafa)
Neue Muslime oder dem Islam gegenüber wohlgesonnen.
Versklavte (Riqab)
Diejenigen, die ihre Freiheit erkaufen wollen (historisch).
Schuldner (Gharimun)
Diejenigen, die rechtmäßige Schulden haben und sie nicht zurückzahlen können.
Im Weg Allahs (Fi Sabilillah)
Diejenigen, die für Allahs Religion arbeiten, einschließlich Bildung und Dawah.
Gestrandete Reisende (Ibn al-Sabil)
Reisende, die in finanzielle Not geraten sind.
Vermögenszakat
Berechnet aus Gold, Silber, Geld und Handelswaren, die die Nisab-Schwelle erreichen. Der Satz beträgt 2,5%.
Zakat al-Fitr (Fitrah)
Pro-Kopf-Almosen am Ende des Ramadans. Es ist Sunnah, es vor dem Eid-Gebet zu zahlen.
Viehzakat
Besondere Sätze gelten für Schafe, Rinder und Kamele, die bestimmte Zahlen überschreiten.
Zakat vermindert das Vermögen nicht — es vermehrt es. Geben sorgt für Zirkulation, nicht für Hortung; und Zirkulation bringt gemeinschaftlichen Segen.
2,5% des Vermögens zu geben mag gering erscheinen; doch dieser kleine Betrag ist die Grundlage des größten Sozialsicherungssystems der Menschheitsgeschichte.
Im Quran erscheinen Gebet und Zakat fast immer zusammen (82 Mal). Dies zeigt die Untrennbarkeit materieller und spiritueller Reife.
Zakat ist keine Steuer — es ist ein gesellschaftlicher Vertrag. Es sagt: 'Ich bin reich, aber dieser Reichtum ist nicht unabhängig von anderen.' Eine Religion, die ein solches System vor 14 Jahrhunderten entwarf, hat der Welt noch heute etwas zu sagen.